Eindrücke aus Tübingen
Juli 21, 2010 0:25
Gestern, also am 19.07., war ich in Tübingen, um dort am Studierfähigkeitstest für die Politikwissenschaft teilnzunehmen.
Leider war ich in der Stadt nur vier Stunden, zwei gingen für das Finden des Gebäudes und den Test selbst drauf, blieben also nur zwei knappe Stunden, um mich ein wenig in der Altstadt umzusehen.
Den größten Teil des Tages verbrachte ich im Auto. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das gewesen wäre, wenn ich, wie ursprünglich geplant, tatsächlich mit der Bahn angereist wäre.
So konnte ich den sportlichen Benz meines Bruders ein wenig spazieren fahren. 550 Kilometer pro Richtung, so weit bin ich noch nie alleine mit dem PKW gefahren. Das Fahren hat denn auch sehr viel Spaß gemacht, auf der Rückfahrt waren die Autobahnen ungewöhnlich leer, so konnte man schön heizen, ohne andere zu gefährden
Aber auch das Brettern durch die Baustellen hat ernormen Spaß bereitet.
Das Betanken des Autos mit Gas war wohl die anspruchsvollste Aufgabe des Tages. Erst muss man die ganze Zeit Ausschau halten nach einer Tankstelle, die LPG anbietet, dann muss natürlich die Tankanlage funktionsfähig sein, was bei der ersten Tankstelle dieser Art gestern Morgen nicht der Fall, und dann muss man das Betanken auch hinkriegen.
Die Landschaft rund um Tübingen erinnerte mich teilweise ans Lipperland, nur dass es erheblich hügeliger, die Landschaft wird so viel offener und für das Auge zugänglicher, man bekommt relativ schnell einen zuverlässigen Gesamteindruck und sieht eher die Schönheit der Natur.
Da ich die Landschaft nur im Vorbeifahren bestaunen konnte, hier ein paar Bilder aus der Altstadt:
Wie man an den drei folgenden Bilder sieht, ist Tübingen eine sehr multikulturelle und friedensbewegte Stadt.
Studenten wird ja auch nachgesagt, insgesamt sehr offen zu sein, progressiv, idealistisch. Ach Moment… das war mal, ich war gedanklich gerade im Vormärz. Damals wollte man noch Deutscher sein. Heute ist man nur noch froh, Bürger eines Sozialstaats zu sein. Von Freiheit will der Deutsche nichts mehr hören.
Diese zwei jungen Damen nehmen sich einfach die Freiheit. Oder ist es das leere Studenten-Portmonee, das sie zwingt?
Auf Probleme mit der Freiheit geht übrigens das Buch ein, das ich mir in Tübingen gekauft habe. In der Altstadt sah ich nämlich zuallererst eine nette, aber ziemlich unsortierte Buchhandlung, in der ich mir dann auch zwei Bücher kaufte.
Das eine Buch, Die ungeliebte Freiheit von Norbert Bolz, wollte ich mir sowieso bald kaufen, das andere Buch, Der deutsche Konservatismus nach Auschwitz, kaufte ich spontan. Unterschiedlicher könnten die Autoren und deren Ansichten nicht sein. Bolz ist, wenn ich mir dieses Urteil nach nur einem Kapitel erlauben darf, ein leidenschaftlicher Verfechter der Freiheit, und Ludwig Elm, der in seinem Buch den Konservatismus „kritisch“ beleuchtet, war ein SED- und PDS-Politiker und laut Wikipedia Diplom-Lehrer für Marxismus-Leninismus.
Nun, wenn man die Freiheit verteidigen will, muss an sich ab und an auch mal mit den Gedanken der unfreien Menschen auseinandersetzen.
Drei schöne Frauen
Juli 18, 2010 20:52
Manchmal fühle ich mich ganz schlecht, wenn ich zu viele attraktive Frauen sehe. Heute ist so ein Tag. Heute Morgen in der Kirche saß ein paar Meter neben mir in der letzten Bankreihe eine äußerst attraktive Frau. Anfang bis Mitte 30 war sie wahrscheinlich. Die Gesichtszüge, die ich zuerst nur erhaschen konnte und die Brille erinnerten mich ein wenig an Tina Fey, um an dieser Stelle mal zumindest einen vagen Eindruck davon zu geben, in welche Richtung das Aussehen der Frau ging.
Sie war sehr schlank, eher wenig Körperrundungen, die Haare ganz einfach hinten zusammengebunden. Sehr auffallend waren auch die irgendwie unpassenden knappen Shorts, die sie trug. Nicht dass mich ihre schönen Beine nicht angesprochen hätten, aber in so kalten Gemäuern ist das nicht unbedingt gesund.
Vor dem Abendmahl gibt man sich bei uns die Hände und wünscht den um einen herum sitzenden Leuten den Frieden Gottes. So hatte ich denn auch eine gute Möglichkeit, ihr Gesicht frontal zu sehen. Sehr dunkle Augen, eher blasse Haut.
Zu meiner großen Freude – ich hielt sie zuerst für eine Touristin – konnte sie die gesamte Liturgie mitsprechen und auch ein Lied auswendig singen. Ein kundiger Mensch also.
Als ich vom Abendmahl zurückkam, sie war etwas eher zum Altar gegangen, war sie schon weg. Schnüff. Ab dem Moment fühlte ich mich total schlecht. Ob ich bei solchen Frauen eine Chance habe? Ich hätte mich natürlich nicht so schlecht gefühlt, hätte ich nicht den Eindruck gehabt, dass sie durchaus attracted war. Sie schaute einige Male rüber. Und das Spiel ihrer Hände mit ihrem Hals sendete ganz interessante Signale. Man sollte das zwar keinesfalls überbewerten, denn es kann alles zufällig oder gewohnheitsmäßig sein, aber die Signale waren auf jeden Fall tendenziell positiv und auf keinen Fall negativ.
Insgesamt wirkte sie so, als wäre sie auf der Suche. Ich weiß nicht, ob man allein an der Gestik und Mimik einer Person festmachen kann, aber in bestimmten Situationen bin ich mir manchmal ziemlich sicher, sehr sehr richtig zu liegen. Wenn Menschen bereit sind, diese Signale zu senden, und der Empfänger eine gewisse Sensibilität dafür hat, dann liegt man mit dem ersten Eindruck in den meisten Fällen goldrichtig. Und so fühlte sich das heute an.
Die zweite schöne Frau heute war eine Kundin meines Bruders, die zusammen mit ihrem Mann einen Wagen kaufte. Sie hatte wahrscheinlich ein ähnliches Alter wie die Frau aus dem Gottesdienst, ein schönes Gesicht und zusätzlich eine angenehme Bräune. Das Highlight war aber ihr niederländischer Akzent, der einfach nur zum Niederknien war. Die Stimme zusammen mit dem Akzent haben die Frau gleich doppelt so sexy gemacht. Ich hätte ihr stundenlang zuhören können.
Die dritte schöne Fraue habe ich leider nur in einem Film gesehen. Emily Blunt spielt in diesem Film, er heißt Sunshine Cleaning, die jüngere Schwester einer ziemlich erfolglosen Frau, die sich mit Aushilfs- und Putzjobs über Wasser hält und neben ihrem verhaltensauffälligen Sohn auch noch mit dem Rest der Versagerfamilie zurechtkommen muss.
Obwohl die ältere Schwester die Hauptrolle spielt, war für mich in diesem Film das tollpatschige, sich hängen lassende, alternative Null-Bock-Früchtchen Norah (Emily Blunt) der überragende Charakter des Films. Ihr Mienenspiel mit gezogener Schnute und rollenden Augen war verdammt süß, während die abfälligen Bemerkungen und ihr Desinteresse einfach nur lustig waren. Eine schöne Szene als Beispiel:
Oscar: What´s a bastard? Jeremy told me I was a bastard. So, what´s a bastard?
Norah: It just means your mom wasn´t married when she had you. It´s no big deal. You know, in a couple of years you´re gonna find it´s a free pass to cool, all right? You´ll probably start a band, called Bastard Son, use it to impress the chicks. The whole bastard thing is working for you. You´re the coolest bastard I know.
Oscar: Really?
Norah: Yeah.
Insgesamt ein sehr empfehlenswerter Independent-Streifen.
Bettina Wulff im Focus
Juli 18, 2010 18:29
Meine Sommer-Radio-Hits 2010
Juli 12, 2010 15:45
In den letzten sonnenreichen Wochen habe ich die Nachmittage öfter mal draußen verbracht und beim Sonnenbaden oft Radio gehört. Dabei habe ich einige schöne neue Lieder kennengelernt.
Philipp Poisel – Wie soll ein Mensch
Ein sehr rührendes Lied. Schöööön.
Scouting For Girls - This Ain´t A Love Song
Rooney – I can´t get enough
The Hoosiers – Choices
Sehr lustiges Video.
Katy perry ft. Snoop Dog – California Girls
DER Sommersong! Dieses Lied entspannt ungemein!
Cheryl Cole – 3 Words
Sehenswertes Video mit der schönen Cheryl Cole, die momentan wegen Malaria im Krankenhaus liegt.
Fergie feat. Sergio Mendes – The Look of Love
Coverversion eines legendären Liedes.
Und hier das ursprünglich von Dusty Springfield gesungene Lied, das habe ich aber nicht im Radio gehört:
Und weil´s so schön ist: Dusty Springfield – Son of a Preacher Man
Zeitlos.
Noch mehr Fotos von Bettina Wulff
Juli 6, 2010 21:25
Nun ist die Schule endgültig vorbei. Letzten Freitag gab es Zeugnisse. Was war das für eine grausame Veranstaltung, die Hitze machte einen völlig fertig! In dem Schwitzkasten, das sonst als Mensa dient, mussten wir anderthalb Stunden lang viele, sehr viele schlechte, und insgesamt einfach zu viele Abschlussreden über uns ergehen lassen.
Der Körper konzentrierte sich so sehr aufs Kühlen, dass man gar keine geistige Kraft mehr aufbringen konnte, dem Gefasel am Rednerpult zuzuhören. So hatte das Übel der Hitze über das andere vielleicht noch viel schlimmere Übel hinweggeholfen. Das Ergebnis: Kopfschmerzen war aber so oder so “drin”. Nicht schön.
Vor der Veranstaltung diskutierte ich zuhaue noch eine halbe Stunde mit meiner Mutter über das richtige Taschentuch. Während ich meinte, einfache Papiertaschentücher würden, wie sont auch immer, vollkommen ausreichen, beharrte sie darauf, dass ich ein Stofftaschentuch mitnehme, “weil das Papier, wenn es zu feucht ist, reißt, und du dann Papierfetzen im Gesicht hast.” Das sagte sie. Und sie hatte Recht. Bei der Menge an Flüssigkeit, die ich von Stirn und Gesicht wischte, hätte jedes Papiertaschentuch versagt.
Da ich zu den besten Schülern des Jahrgangs gehöre, musste ich natürlich auf ein Foto für die Zeitung mit drauf. Am Wochenende stand dann ein kurzer Bericht über die Veranstaltung in der Regionalzeitung. Soweit ist das ja in Ordnung. Nur: Niemand sagte mir vorher, dass mein Name, meine Abiturnote und meine Zukunftsplanung, also mein Studienwunsch, dort ausgebreitet werden würde! Von wem hat der Autor diese Infos? Ich habe niemanden autorisiert, diese Informationen zu verbreiten, ich habe diese Informationen auch niemandem, der sich mir als Journalist zu erkennen gab, gegeben. Darf meine Schule solche Infos eigentlich einfach so preisgeben? Ich bezweifle das. Frechheit!
Bettina Wulff ist First Lady – und hübscher als Carla Bruni *ätsch*
Juli 1, 2010 15:42
Wir schreiben den Tag eins nach der – beinahe, denn Gauck hat nich gewonnen – historischen Wahl zum 10. Bundespräsidenten. Auch die letzten Politiker dürften mittlerweile aus ihren Betten gekrochen sein. Das war aber auch ein Marathon gestern! Mindest so spannend wie das letzte Spiel unserer Fußballelf.
Während sich Medienlandschaft und Bloggertum noch mit den Dingen von gestern beschäftigen – Sigmar Gabriel, Gregor Gysi, Werner Schulz – sind der STERN und ich natürlich schon einen Schritt weiter, bei den wirklich wichtigen Dingen.
Ein Konrad Adenauer im April 1959, als er sich als Präsidentschaftskandidat nominieren ließ, glaubte ja noch, er könne das höchste Staatsamt entgegen der Verfassung mit ein wenig mehr an Machtfülle ausstatten. Wir wissen heute alle zu gut, dass das nicht möglich ist. Wir wissen zwar seit gestern auch, dass Bundespräsidenten nicht unter “Denkmalschutz” (Norbert Lammert) stehen, aber verhalten sollen sich dann bitteschön doch wie Denkmäler: An schöne alte Zeiten erinnern und so Mut für die Zukunft machen. Deswegen reicht es völlig aus, wenn die Fassade gepflegt wird und deswegen ist Wulff, die Frau, eine gute Wahl für Deutschland, wenn auch keine Wahl von Deutschland, weder des Volkes noch des Parlaments. Nicht Gauck ist der Obama Deutschlands, wie einige Periodika das im Vorfeld der Wahl behaupteten, sondern die Wulffs werden die neuen Obamas sein.
stern.de gibt schon mal die Richtung vor:
Die große Blonde in den neuen Schuhen
Vielleicht ist CDU-Mann Christian Wulff nicht der bessere Bundespräsident. Seine Frau Bettina ist jedoch definitiv eine erstklassige First Lady. … (Quelle)
Und genau das ist der Clou dieser Wahl. Mit Bettina Wulff haben wir endlich eine First Lady, die man attraktiv finden kann, ohne sich dafür schämen zu müssen. Eine Frau, die den GEFÜHLTEN Konservatismus verkörpert und ihn mit der Moderne verknüpft: Medienreferentin und gleichzeitig Mama, ein “steiler Zahn”, erheblich attraktiver als ihre Stieftochter, zweifach tätowiert. Gut, das perfekte Jessica-Simpson-Lächeln muss sie noch üben, aber das hat wohl was mit den steilen Zähnen oder der steifen Lippe zu tun. Die BILD wird uns darüber sicher auf dem Laufenden halten. Insgesamt gibt sie aber ein ordentliches Bild ab und wird Deutschland ganz sicher angemessen repräsentieren. Jetzt fehlen nur noch die zu Guttenbergs im Kanzleramt, und wir könnten endgültig den Glamourfaktor der Amerikaner, Franzosen und Italiener erreichen. Da das aber wohl noch etwas dauern wird, bis die Glorie des Adels ins Kanzleramt einzieht, ist in der Zwischenzeit ein wenig bürgerlicher Glanz in Bellevue auch nicht übel. Schon gar nicht mit so einer Schnecke. Schaut selbst.

















































